Kostenloser Versand ab 50,00 € · Sichere dir -10 % mit dem Code ZOI10

ZOI Matcha
Startseite
/
Blog
/

Ratgeber

Chasen – so wählst du den richtigen Matchabesen und pflegst ihn

ZOI Matcha

16. September 2026

5 Min. Lesezeit

Ratgeber
Chasen – so wählst du den richtigen Matchabesen und pflegst ihn

Für den Matcha im Alltag genügt ein Chasen mit 70–80 Borsten aus einem einzigen Stück Bambus. Der Rest ist Ausspülen mit klarem Wasser und Trocknen an der Luft.

Für den Matcha im Alltag genügt ein Chasen mit 70–80 Borsten, aus einem einzigen Stück Bambus geschnitten, ohne Kleber und Lack. Trinkst du vor allem Usucha, ist ein Chasen mit 100–120 dünneren Borsten die bessere Wahl, für dickflüssigen Koicha einer mit weniger, dafür dickeren Borsten. Wie lange er hält, entscheidet dann die Pflege: Einweichen vor dem Gebrauch, Ausspülen mit klarem Wasser und Trocknen an der Luft.

Wozu überhaupt ein Chasen?

Matcha ist ein Pulver, das sich in Wasser nicht löst, sondern darin eine Suspension bildet. Ein Löffel hinterlässt Klümpchen, und ein elektrischer Milchaufschäumer zerteilt zwar das Pulver, erzeugt aber Schaum aus großen Blasen, der schnell zusammenfällt. Ein Chasen arbeitet anders: Dutzende dünne Borsten schneiden gleichzeitig durch das Wasser und zerteilen die Luft in feine Bläschen. So entsteht der dichte, samtige Schaum, der auf der Oberfläche liegen bleibt und den Geschmack weicher macht.

Für einen Latte reicht ein Aufschäumer. Für Matcha nur mit Wasser ist der Chasen das eine Werkzeug, das sich nicht sinnvoll ersetzen lässt.

80, 100 oder 120 Borsten

Die Zahl der Borsten sagt vor allem etwas über ihre Stärke. Bei Bambus mit gleichem Durchmesser bedeuten mehr Borsten dünnere, elastischere – weniger Borsten dickere, steifere.

  • 100–120 Borsten. Der feinste Schaum. Eine gute Wahl, wenn du vor allem Usucha trinkst, den klassischen, schaumig geschlagenen Matcha mit Wasser.
  • 70–80 Borsten. Die vielseitigste Wahl. So ein Chasen schafft Usucha, Latte und Dessertgrundlagen, und die dickeren Borsten brechen seltener.
  • Weniger, dafür dickere Borsten. Für Koicha, einen dickflüssigen Matcha, der nicht geschlagen, sondern langsam verrührt wird. Dünne Borsten würden in so einer dichten Masse brechen.

Die Zahl allein entscheidet aber nicht über die Qualität. Wichtiger ist, wie der Besen gemacht ist.

Woran du einen guten Besen erkennst

  • Ein Stück Bambus. Der Griff geht ohne Klebestellen oder Verbindungen in die Borsten über.
  • Gleichmäßige, dünne Borsten. Symmetrisch verteilt, ohne Risse oder verklebte Stränge, mit leicht nach innen gebogenen Spitzen.
  • Zwei Kreise. Die äußeren Borsten bilden einen weiten Kreis, ein Teil ist nach innen gebogen und bildet einen kleineren, inneren.
  • Ein Faden am Ansatz. Er ist zwischen die Borsten geflochten und hält die Abstände. Ohne ihn stehen die Borsten bald kreuz und quer.
  • Ohne Lack und Chemiegeruch. Ein Chasen arbeitet in heißem Wasser, also sollte er nach Bambus riechen und nach nichts anderem.

Vor dem ersten Gebrauch

Ein neuer Chasen ist trocken und steif, und trockene Borsten brechen leicht. Tauche den Kopf eine Minute in lauwarmes Wasser, bis die Borsten weich werden. Dabei können sie sich leicht öffnen – das ist normal. Danach stellst du den Kopf vor jeder Zubereitung eine Minute in heißes Wasser, das du in die Schale gießt – so wärmst du gleich die Schale vor.

So schlägst du, ohne Borsten zu brechen

Beim Aufschlagen von Usucha kommt die Bewegung aus dem Handgelenk, nicht aus dem ganzen Arm. Schlag schnell in Form eines W, knapp über dem Schalenboden, aber drück den Besen nicht an. Die Borsten dürfen den Boden höchstens streifen, nicht darüber scheuern. Nach 15–20 Sekunden wirst du langsamer, ziehst den Besen über die Oberfläche, um die größten Blasen aufzulösen, und hebst ihn in der Mitte heraus.

Auch das Gefäß spielt eine Rolle. In einem schmalen Becher ist kein Platz für die W-Bewegung, und die Borsten stoßen an die Wände. Eine breite Matcha-Schale mit flachem Boden gibt dem Besen Raum zum Arbeiten.

Reinigen und Trocknen

  • Direkt nach der Zubereitung. Spül den Kopf aus, indem du ihn in klarem, warmem Wasser in der Schale bewegst, bis sich das Wasser nicht mehr grün färbt.
  • Kein Spülmittel, keine Spülmaschine. Spülmittel bleibt in den Borsten und verdirbt den Geschmack, und hohe Hitze lässt den Bambus reißen.
  • An der Luft trocknen. Am besten auf einem Keramikhalter, auf den der Besen mit dem Kopf nach unten gesetzt wird – der Halter hält die Borsten in Form, und das Wasser läuft vom Borstenansatz weg. Ohne Halter stellst du den Chasen auf den Griff, Borsten nach oben.
  • Nie feucht wegpacken. Ein feuchter Chasen, in einer Schachtel eingeschlossen, kann innerhalb weniger Tage schimmeln.

Wann du ihn ersetzen solltest

Ein Chasen ist ein Verschleißteil. Bei täglichem Gebrauch und guter Pflege hält er meist einige Monate bis ein Jahr. Ersetze ihn, wenn Borsten in ganzen Strängen brechen, dauerhaft ihre Form verlieren oder sich am Ansatz ein dunkler, flaumiger Belag bildet. Das ist meist Schimmel, und so einen Besen lohnt es sich nicht zu retten.

Ein Chasen muss nicht teuer sein, um gut zu arbeiten – er muss nur aus einem Stück Bambus sein und gepflegt werden. Wenn du deine Ausstattung noch zusammenstellst, enthält das Bambus-Set auch einen Chashaku zum Abmessen der Portionen.

Häufig gestellte Fragen

Braucht man für Matcha einen Chasen?

Für Matcha nur mit Wasser praktisch ja – nur damit bekommst du einen dichten, feinen Schaum ohne Klümpchen. Für einen Latte reichen ein elektrischer Aufschäumer oder ein gut verschlossenes Glas, auch wenn der Schaum weniger dicht wird und schneller zusammenfällt.

Wie viele Borsten sollte ein Chasen haben?

Für den Alltag ist ein Chasen mit 70–80 Borsten am vielseitigsten. Trinkst du vor allem Usucha, greif zu einem Chasen mit 100–120 dünneren Borsten. Für Koicha eignen sich Besen mit weniger, dafür dickeren Borsten besser.

Wie lange hält ein Chasen?

Bei täglichem Gebrauch meist einige Monate bis ein Jahr. Am meisten verkürzen seine Lebensdauer das Trocknen im geschlossenen Schrank, Spülmittel und das kräftige Andrücken der Borsten an den Schalenboden beim Aufschlagen von Usucha.

Darf ein Chasen in die Spülmaschine?

Nein. Hohe Hitze und langes Einweichen lassen den Bambus reißen, und Spülmittel bleibt in den Borsten. Es genügt, ihn direkt nach der Zubereitung mit warmem Wasser auszuspülen.

Warum öffnen sich die Borsten eines Chasen?

Eingeweichte Borsten werden weich und öffnen sich leicht – das ist normal. Verlieren sie aber von Woche zu Woche ihre Biegung, trockne den Besen auf einem Halter, der seine Form bewahrt.

Was bedeuten dunkle Flecken am Chasen?

Ein dunkler, flaumiger Belag am Borstenansatz ist meist Schimmel – so ein Besen muss ersetzt werden. Dass sich der Bambus nach Monaten gleichmäßig dunkler färbt, ist normal. Damit es nicht zu Schimmel kommt, pack den Chasen nie feucht weg und lass ihn an der Luft trocknen.

Zurück zu allen Artikeln

Empfohlene Matcha

Finde den Matcha, der zu deiner Zubereitung passt

ZOI Matcha für die Teezeremonie in der silbernen 50-g-Dose, davor ein Schälchen grünes Pulver mit Chashaku (Bambuslöffel)

Matcha für die Teezeremonie 50 g

14,90 €

ZOI Matcha für die Teezeremonie im weißen 100-g-Beutel, davor ein Schälchen grünes Pulver mit Bambuslöffel

Matcha für die Teezeremonie 100 g

22,90 €

ZOI Matcha zum Kochen im grünen 100-g-Beutel, davor ein Schälchen grünes Pulver mit Bambuslöffel

Matcha zum Kochen 100 g

14,90 €

Chasen, ein Bambus-Besen für Matcha, aufrecht mit aufgefächerten Borsten auf beigefarbenem Grund im Sonnenlicht

Chasen – Bambus-Besen für Matcha

7,90 €